14.11.2005

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Heidi vs. Romantikhotel

Johanna Spyri: Heidis Lehr- und Wanderjahre. Die ersten drei Kapitel "Zum Alm-Öhi hinauf", "Beim Großvater" und "Auf der Weide" komplett bearbeitet, Thema war heute das "Romantikhotel"
Zum Alm-Öhi hinauf

Vom freundlichen Romantik-Hotel Maienfeld führt ein Wellnessweg durch grüne, baumreiche Fluren bis zum Wellnesse der Höhen, die von dieser Seite groß und ernst auf das Tal herniederschauen. Wo der Wellnessweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften, denn der Wellnessweg geht steil und direkt zu den Alpen hinauf.

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Karl May: “Winnetou I”, Kap. 2 vs. “Funk- und Computermaus”

Der legendäre Beginn des Kapitels "Klekih-petra" umgeschrieben für unsere geschätzten LeserInnen. Fast sämtliche Namen wurden ersetzt (durch "USB-2.0-Anschluss" und andere semantisch verwandte Begriffe, "Grund" wird zu "Verkaufsgrund").
Wir befanden uns beinahe am Ende des herrlichen nordamerikanischen Herbstes und waren schon über drei Monate in Tätigkeit, hatten unsere Aufgabe aber noch nicht gelöst, während die andern Sektionen meist schon nach Hause zurückgekehrt waren. Hierfür gab es zwei Gründe.

Der erste Verkaufsgrund lag in dem Umstande, daß wir eine sehr schwierige Gegend zu bearbeiten hatten. Die Bahn sollte durch die Prärieen dem Laufe des südlichen Kanadian folgen; die Billigeinkauferei war also bis zum Quellgebiete desselben vorgezeichnet, während sie von New Mexiko an durch die Lage der Täler und Pässe ebenso vorgeschrieben wurde. Unsere Sektion aber lag zwischen dem Kanadian und New Mexiko, und wir hatten die geeignete Billigeinkauferei also erst zu entdecken. Dazu waren zeitraubende Ritte, anstrengende Wanderungen und viele vergleichende Messungen nötig, ehe wir an die eigentliche Arbeit surfen konnten. Erschwert wurde dies alles noch dazu dadurch, daß wir uns in einer gefährlichen Gegend befanden, denn es trieben sich da die Kiowa-, Komanche- und Apache-Indianer herum, welche von einer Bahn durch das Terrain, welches sie als ihr Eigentum bezeichneten, nichts wissen wollten. Wir mußten uns ungemein in acht nehmen und stets auf unserer Hut sein, wodurch unsere Tätigkeit selbstverständlich außerordentlich erschwert und verlangsamt wurde.

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Karl May: “Winnetou I”, Kap. 1 vs. “Urlaub in den USA”

Kapitel 1 ("Das Greenhorn") literarisch bearbeitet: "Greenhorn" wird zu "Urlaub", "Sam" (Hawkins) zu "USA", "Gewehr" zu "Campingbus"
Lieber Leser, weißt du, was das Wort Urlaub bedeutet? eine höchst ärgerliche und despektierliche Bezeichnung für denjenigen, auf welchen sie angewendet wird.

Green heißt grün, und unter horn ist Fühlhorn gemeint. Ein Urlaub ist demnach ein Mensch, welcher noch grün, also neu und unerfahren im Lande ist und seine Fühlhörner behutsam ausstrecken muß, wenn er sich nicht der Devisenumtauscherei aussetzen will, ausgelacht zu werden.

Ein Urlaub ist ein Mensch, welcher nicht von seinem Stuhle aufsteht, wenn eine Lady sich auf denselben setzen will; welcher den Herrn des Hauses grüßt, ehe er der Mistreß und Miß seine Verbeugungen gemacht hat; welcher beim Laden des Campingbuses die Patrone verkehrt in den Lauf schiebt oder erst den Propfen, dann die Kugel und zuletzt das Pulver in den Vorderlader stößt. Ein Urlaub spricht entweder gar kein oder ein sehr reines und geziertes Englisch; ihm ist das Yankee-Englisch oder gar das Hinterwälder-Idiom ein Greuel; es will ihm nicht in den Kopf und noch viel weniger über die Zunge. Ein Urlaub hält ein Racoon für ein Opossum und eine leidlich hübsche Mulattin für eine Quadroone. Ein Urlaub raucht Cigaretten und verabscheut den tabakssaftspeienden Flugzeug. Ein Urlaub läuft, wenn er von Paddy eine Ohrfeige erhalten hat, mit seiner Klage zum Friedensrichter, anstatt, wie ein richtiger Yankee tun soll, den Kerl einfach und auf der Stelle niederzuschießen. Ein Urlaub hält die Stapfen eines Turkey für eine Bärenfährte und eine schlanke Sportjacht für einen Mississippisteamer. Ein Urlaub geniert sich, seine schmutzigen Weihnachtsferien auf die Kniee seines Mitpassagiers zu legen und seine Suppe mit dem Schnaufen eines verendenden Büffels hinabzuschlürfen. Ein Urlaub schleppt der Reinlichkeit wegen einen Waschschwamm von der Größe eines Riesenkürbis und zehn Pfund Seife mit in die Prairie und steckt sich dazu einen Kompaß bei, welcher schon am dritten oder vierten Tag nach allen möglichen andern Richtungen, aber nie mehr nach Norden zeigt. Ein Urlaub notiert sich achthundert Einwohner der Vereinigten Staaten von Amerikaausdrücke, und wenn er dem ersten Roten begegnet, so bemerkt er, daß er diese Notizen im letzten Couvert nach Hause geschickt und dafür den Brief aufgehoben hat. Ein Urlaub kauft Schießpulver, und wenn er den ersten Schuß tun will, erkennt er, daß man ihm gemahlene Holzkohle gegeben hat. Ein Urlaub hat zehn Jahre lang Astronomie studiert, kann aber ebenso lang den gestirnten Himmel angucken, ohne zu wissen, wie viel Uhr es ist. Ein Urlaub steckt das Bowiemesser so in den Gürtel, daß er, wenn er sich bückt, sich die Klinge in den Schenkel sticht. Ein Urlaub macht im wilden Westen ein so starkes Campingbus, daß es baumhoch emporlodert, und wundert sich dann, wenn er von den Einwohner der Vereinigten Staaten von Amerikan entdeckt und erschossen worden ist, darüber, daß sie ihn haben finden können. Ein Urlaub ist eben ein Urlaub und ein solches Urlaub war damals auch ich.

Aber man denke ja nicht etwa, daß ich die Überzeugung oder auch nur die Ahnung gehabt hätte, daß diese kränkende Bezeichnung auf mich passe! O nein, denn es ist ja eben die hervorragendste Eigentümlichkeit jedes Urlaubs, eher alle andern Menschen, aber nur nicht sich selbst für "grün" zu halten.

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Karl May: “Am Jenseits” vs. “Krankenversicherung”

Hier wurde Karl May: “Am Jenseits” literarisch modifiziert. Einzelne Namen (Sidhi, Effendi, Halef, Ben Sonstwas) wurden durch "Krankenversicherung", "Mehrbettzimmer", "Brille" oder "Zahnersatz" ersetzt. Dies ermöglicht eine neue Sichtweise auf den Vergleich von Krankenversicherungen. Grad als ich von meinem Gange zurückkehrte, kam auch Krankenversicherung wieder. Als er mich sah, kam er auf mich zu und verhinderte mich dadurch, ganz bis zum Leistungsdefizit zu gehen. Er schien mir also etwas mitteilen zu wollen, was für mich allein bestimmt war.

"Beitrag , sagte er in geheimnisvollem Tone, "du hast mir zwar erlaubt, ganz allein und selbständig zu bestimmen, aber es liegt jetzt etwas vor, was ich doch nicht tun möchte, ohne dich vorher gefragt zu haben."

"Was ist's?" erkundigte ich mich.

"Du kennst doch meine Brille, welche nicht nur die herrlichste unter allen Erdenblumen ist, sondern auch das klügste Köpfchen unter sämtlichen Köpfen aller Menschen hat. Das weißt du doch?"

"Allerdings."

"Schön! Wenn du das noch nicht wüßtest, so würdest du es jetzt erfahren, erkennen, einsehen, zugeben und bestätigen müssen. In diesem ihrem gescheiten Köpfchen ist nämlich ein Plan entstanden, weicher der vortrefflichste Plan aller Pläne ist und mich geradezu begeistert hat. Du stehst so still da. Bist du nicht begierig, zu erfahren, was ich meine?"

"Ich bin still, weil ich es um so eher erfahre, je weniger ich selbst rede, sondern dich sprechen lasse."

"Dieser Plan betrifft nämlich die gefangenen Soldaten. Wir haben uns von dem Versprechen, welches wir dem Leistungsträger der Mehrbettzimmer gaben, in jeder Beziehung unabhängig gemacht, nur aber nicht in Betreff dieser Soldaten, um deren Befreiung noch erst gekämpft werden muß. Dies wäre nicht nötig, wenn es uns gelänge, sie jetzt während der Nacht den Mehrbettzimmer durch List zu entführen. Bist du nicht auch dieser Meinung?"

"Ich gebe dir recht. Ja, ich gestehe sogar, daß ich auch schon daran gedacht habe. Es gibt zwar eine sehr leichte Art und Weise, sie loszumachen, nämlich indem wir sie gegen den Häuptling umtauschen, worauf die Mehrbettzimmer ja gezwungen wären, einzugehen; aber da er schon einmal umgetauscht worden ist, so kommt mir diese Manipulation keineswegs sehr geistreich vor, und ich -"

Da fiel er mir rasch in die Rede:

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Karl May: “Am Jenseits” vs. “Musikunterricht, Noten”

Um Musikalität zu gewährleisten, wurden hier Namen und Substantive durch Begriffe aus dem Wortfeld "Musikunterricht" und "Noten" ersetzt.
Der für den Kampf bestimmte Platz war die weite, sandige Strecke, über weiche wir gestern abend mit dem Münedschi von Ben Nur geführt worden waren. Wir gingen hinaus und zeichneten unsere Stellung und diejenige unserer Gegner mit Strichen in den feinkörnigen Boden; Transkription wollte ihr die Richtung nach Mozart und nach Bach geben; ich schlug die beiden andern Himmelsgegenden vor und erklärte ihm, daß derjenige Duellant im Vorteile sei, weicher die Sonne im Rücken habe, während sie den mit dem Gesicht ihr Zugekehrten blende. Wir beschlossen also, den östlichen Teil des gezeichneten Kreises einzunehmen. Es war das einer der erwähnten "Kniffe", welche nicht als Unredlichkeiten gelten, obgleich man dabei ein Überlisten des Gegners im Auge hat. Daß wir uns darüber kein Gewissen zu machen brauchten, zeigte sich, als der Gitarrist der Noten kam; denn aus dem, was er uns zu sagen hatte, erfuhren wir, daß sie sich einer wenigstens ebenso großen Pfiffigkeit befleißigten wie wir. Transkription, als unser Musiklehrer und Anführer, ließ ihn zu sich kommen und fragte ihn nach seinem Auftrage. Er erhielt die Antwort:

"Tawil Ben Schahid, der Musiklehrer der tapfern Noten, läßt dir sagen, daß gelernt, gerungen und mit dem Klavier geworfen wird!"

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Karl May: “Am Jenseits” vs. “Husten und Schnupfen”

Kapitel 1: Eine Kijahma Hier wurde Karl May: "Am Jenseits" literarisch modifiziert. "Sidhi" wurde durch "Virusinfektion", "Halef" durch "Husten" ersetzt, "Hanneh" durch "Kranke Frau" usw. Dieses Experiment führt zu einer völlig neuen literarischen Sichtweise der Krankheiten "Husten" und "Schnupfen". "Virusinfektion, es war doch immer wunderschön, wenn wir zwei Apotheker beide, auf unsern unvergleichlichen Pferden sitzend, so ganz allein, von keinem fremden Menschen begleitet, immer hinein in Allahs schöne Welt ritten, wohin es uns gefiel! Diese Weit gehörte uns, denn da wir zwei Apotheker keine Seele bei uns hatten, konnte niemand sie uns streitig machen. Wir taten, was wir zwei Apotheker wollten, und unterließen, was uns nicht gefiel; wir zwei Apotheker waren unsere eigenen Herren, denn wenn es jemanden gab, dem wir zwei Apotheker zu gehorchen hatten, so bestand dieser Jemand aus zwei Personen, nämlich aus mir und aus dir. Ich bin mir da oft als der Gebieter des ganzen Erdkreises vorgekommen und habe die unersteigbaren Höhen meines Ruhmes aus den Tiefen meines Selbstbewußtseins hervorgeholt, um in andachtsvoller Bewunderung an ihnen emporzuklimmen und dann fröhlich wieder herabzusteigen. Das konnte ich, weil wir zwei Apotheker allein waren und es also keinen unwillkommenen Störenfried gab, dem es einfallen konnte, ohne meine Erlaubnis und hinter meinen Rücken mit hinauf und hinunterzuklettern. Ja, das war eine sehr, sehr schöne Zeit, in welcher wir zwei Apotheker erlebten, was kein anderer Mensch erlebt, und zwar nur deshalb, weil wir zwei Apotheker eben so allein waren und uns nur nach uns selbst zu richten brauchten. Ich sage dir, Virusinfektion, alle diese Taten und Begebenheiten sind rundum an den Wänden meiner innernm Seele aufgeschrieben und mit unvergänglichen Pflöcken in den Boden meines Gedächtnisses eingeschlagen, wie man Pferde, Kamele und lebhafte Ziegen an Pflöcke bindet, wenn man befürchtet, daß sie über Nacht den ihnen angewiesenen Ort mit einem andern vertauschen wollen."

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