Der Sympathieträger von der-schweinische-bote.de

07.08.2006

Beinahe-GAU in Schweden

Am Samstag, 26. Juli, wäre in Schweden um ein Haar ein Reaktorkern hochgegangen. 7 Minuten länger andauernde Überspannung, und Nord- und Mitteleuropa hätten sich an einem tschernobylesken GAU erfreuen dürfen.



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Da haben wir ja noch mal Glück gehabt wie die Sau.

Oberste Bürgerpflicht für alle: Sofort zu einem sauberen Strombetreibern wie die EWS Schönau wechseln.

- Antrag ausdrucken, ausfüllen, faxen, fertig. Je nach Stromverbrauch zwischen 5 und 20 Euro Mehrkosten im Monat.

Es folgen Auszüge aus zwei Newsletter des campact-Netzwerks (Newsletter dort abonnieren!), Hervorhebungen von uns:

Liebe Campact-Aktive,

vielleicht hat es Sie genauso erschrocken wie uns: Europa ist im zwanzigsten Jahr nach Tschernobyl nur knapp einer ähnlich gravierenden Reaktorkatastrophe entgangen. Und diesmal handelte es nicht um einen Schrottreaktor sowjetischer Bauart sondern um einen hochmodernen mit westlichem Sicherheitsstandard. Der Beinahe-GAU im schwedischen AKW Forsmark zeigt einmal mehr, dass Atomkraft nicht beherrschbare Risiken birgt. Ein Störfall vor zwei Jahren im AKW Biblis B demonstrierte, dass ein ähnlicher Unfall auch in Deutschland möglich ist.

Mehr im 5-Minuten-Info:
http://www.campact.de/atom/info/forsmark5mininfo

E-Mail-Aktion: Jetzt Konsequenzen aus dem Beinahe-GAU in Schweden ziehen!

Fordern Sie jetzt von Bundeskanzlerin Merkel, Wirtschaftsminister Glos und Umweltminister Gabriel Konsequenzen ein: Es muss umfassend geprüft werden, ob und in welchen deutschen Atomkraftwerken ein ähnlicher Störfall wie in Forsmark denkbar ist. Falls ja, müssen die Anlagen sofort abgeschaltet werden - genauso wie in Schweden, wo schon vier AKWs in Folge des Unfalls vom Netz gingen. Zudem brauchen wir endlich einen raschen Ausstieg aus der Atomenergie. Es ist völlig unverantwortlich, mit dem “Atomkonsens” AKWs in Deutschland bis 2020 weiter zu betreiben.

Schicken Sie unsere Protest-E-Mail an Merkel, Glos und Gabriel:
http://www.campact.de/atom/ml3/mailer
campact-Newsletter 07. August 2006


Liebe .ausgestrahlt-Aktive,

was Ende letzter Woche nach und nach aus Schweden bekannt wurde, macht uns die Schrecken der Atomenergie auf einen Schlag wieder bewusst: Nur sieben Minuten trennten Europa von einer Katastrophe wie in Tschernobyl. Durch einen “bisher unbekannten technischen Fehler”, so die Betreiber, geriet das schwedische AKW Forsmark an den Rand des Super-GAU. Diesmal ist es noch gut gegangen, aber wir wissen: Jeder Tag Weiterbetrieb der Reaktoren kann der eine Tag zu viel sein.

Die hiesigen Atomkonzerne wiegeln ab, behaupten, das was in Schweden—übrigens mit deutscher Technik von AEG in AKWs der Betreiberfirmen E.on und Vattenfall—passiert ist, wäre bei uns nicht möglich. Aber wir wissen: Wenn nicht genau dieser Störfall möglich ist, dann eben irgendein anderer “bisher unbekannten technischen Fehler”.

Trotz des neuesten Beweises unbeherrschbarer Atomtechnik, setzen die Energiekonzerne, Union und FDP weiter auf Atomkraft und wollen eine Laufzeit- oder besser Gefahrzeitverlängerung für die deutschen AKWs durchsetzen. Nur wenn sich viele Menschen eindeutig für einen wirklichen Atomausstieg positionieren und einsetzen, kann es wirklich zu einer Stilllegung von Reaktoren kommen.

Deshalb rufen wir Euch auf: Werdet jetzt aktiv! Nutzt die durch die Ereignisse in Schweden entstandene öffentliche Aufmerksamkeit und macht Druck für einen wirklichen Atomausstieg!

Mehr im 5-Minuten-Info:
http://www.campact.de/atom/info/forsmark5mininfo

1. Unterzeichne die Anzeige für einen wirklichen Atomausstieg!
Wir wollen Position beziehen. Anfang nächster Woche wollen wir eine große Anzeige—möglichst in der Süddeutschen Zeitung—schalten, um unsere Forderungen öffentlich zu machen. Erscheinen kann diese Anzeige nur, wenn sie von möglichst vielen .ausgestrahlt-Aktiven gemeinsam finanziert wird. Je mehr Menschen diese Anzeige mitunterzeichnen und mitfinanzieren, um so größer kann sie werden und um so mehr Gewicht bekommt sie.

Hier findest Du Anzeigentext und die Möglichkeit zu unterzeichnen:
http://www.campact.de/atom/od3/form

2. Mach mit bei der E-Mail-Aktion mit Forderungen an Merkel, Glos und Gabriel!
Die Bundesregierung versucht den schwedischen Störfall runterzuspielen und macht auf “business as usual”. Es wird zwar überprüft, ob es in deutschen AKWs die gleiche Technik wie in Forsmark gibt, aber die auch auf andere Technik übertragbare Fehler-Logik wird bisher nicht in Augenschein genommen. Deshalb wollen wir per E-Mail Druck auf Merkel, Glos und Gabriel ausüben, damit es zu wirklichen Sicherheitsüberprüfungen kommt, damit Reaktoren wie in Schweden abgeschaltet werden und damit der Atomausstieg nicht auf den St.-Nimmerleinstag verschoben wird.

Hier kannst Du die E-Mail an Merkel, Glos und Gabriel abschicken:
http://www.campact.de/atom/ml3/mailer

3. Schreibe Leserbriefe an Zeitungen
Über die Ereignisse in Forsmark wurde in den letzten Tagen in den Zeitungen breit berichtet. Aber nicht immer kam dabei die wirkliche Dimension des Geschehens rüber. Die verharmlosenden Aussagen der Atomlobby wurden teilweise unkommentiert übernommen. Alles in allem bietet sich uns aber nun eine gute Möglichkeit, per Leserbriefen atomkritische Positionen in die Zeitungen zu bringen. Deshalb: Mischt Euch in die Debatte ein!

Mehr Informationen zu Leserbriefen unter
http://www.ausgestrahlt.de/atom/leserbrief
.ausgestrahlt-Newsletter 07. August 2006





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Kommentare:
Kommentar von Achim Schlemmer  am  07.08.2006, 15:47 | #

Beängstigend. Bald ist wieder Konjunktur für Filme wie The Day After oder When the wind blows. Besonders Letzerer ist sehr sehendwert, da Zeichentrick mit viel Charme.

Kommentar von Chris  am  09.08.2006, 16:55 | #

Wie im Artikel schon erwähnt wurde, mit Technik von Siemens kann es “natürlich” in Deutschland nicht passieren. Da frage ich mich ja, ob wir dann die schadhafte Technik nur in Ausland verkaufen oder uns alle für ausgesprochen dämlich verkaufen wollen?

Kommentar von zodiac  am  16.08.2006, 3:44 | #

ob sich unsere elektrisierten Macher überreden lassen, mit dem “Shit” (wie Bürshchen meinte)aufzuhören, wenn alle teuren cleanen Strom kaufen?
Hm..., dann werden sie allen noch weiter den Hals zudrehen, bis Pöbel froh ist, überhaupt noch
sowas wie Atomstrom bezahlen zu können.
Das Veto muss schon DEFTIGER kommen,fürchte ich

Kommentar von zodiac  am  16.08.2006, 3:52 | #

verstehe nicht, wie die Spanier den EONs einen
derart bündigen Riegel vor ihre StromDiktatur schieben können..., ist das hier ein dummes Volk aus fetten SaumagenWülsten, SoziImitatoren mit dem Ergebnis von DDR-WaschweiberSchrotts geworden?

Kommentar von ReverendGreen  am  19.08.2006, 1:59 | #

...rein vorsichtshalber würde ich davon mal ausgehen

Kommentar von Sepp  am  15.02.2007, 23:23 | #

Ihr seid doch alle doof, wo soll der Strom denn herkommen, in Germany bauen wir die AKWs ab, kaufen aber den Strom aus Frankreich, welcher nur in AKWs produziert wird, teuer ein.
Rund um Germany werden mehr AKWs gebaut um uns mit teurem BIO-Strom, welcher uns so verkauft wird, zu versorgen.
EON verkauft teuren BIO-Strom.
Dieser Strom wird zu 100 % in AKWs produziert,
aber 10 - 20 % teurer verkauft.
Ist ja BIO-Strom, also teuer.
Von den Einnahmen fliesen gerade mal 1 % in
den Aufbau von BIO-Strom Anlagen. Solar usw.
Also ist der Strom vom EON wirklich BIO?
Ich finde wir brauchen die AKWs,
denn es ist egal ob bei uns oder z.B. in Frankreich ein AKW hochgeht. Das spielt keine Rolle, alle sind betroffen.
Aber wir sollten den Strom nicht zu ueberhoeten Preisen aus dem Ausland hohlen.
Wir haben genug zu zahlen in Deutschland.
Also scheiss auf den Umweltschutz wenn es nebenan auch keinen intressiert.
Gruss aus Bayern.

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