29.01.2006
Isopropylthioxanthon in Säften von Aldi und Lidl (UPDATE)
Aldi und Lidl nehmen Säfte aus dem
Sortiment, weil sie mit ITX (2-Isopropylthioxanthon) verseucht sind. Langsam kann man nichts mehr aus Kartonverpackungen saufen.
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Update
Aus einem Interview mit dem Toxikologen Hermann Kruse:
Hat Bundesverbraucherminister Horst Seehofer fahrlässig Entwarnung gegeben?
Er ist vorschnell. Denn in der Welt der Toxikologen ist ein Fünftel eines Zuckerkrümels eine große Menge. Genau so viel, nämlich mehr als 200 Mikrogramm ITX, wurde nun aber in einem Liter Getränk festgestellt. Das ist bedenklich. Der Stoff muss sofort raus aus dem Saft. Österreich hat schon längst einen Vorsorgewert. Auch die Bundesregierung sollte schleunigst einen Grenzwert benennen. Um sicherzugehen, sollten nicht mehr als 10 Mikrogramm ITX pro Liter zugelassen werden.
taz 31.01.2006: ‘ITX muss raus aus dem Fruchtsaft’
Update Ende
Wir erinnern uns an die beispiellose 30-Millionen-Liter-Babymilch-Beschlagnahmung von Nestle im November - die Milch war mit ITX aus der Kartonverpackung kontaminiert. Wahrscheinlich wurde die konfiszierte Milch an die armen Massenschweine verfüttert ...
Diesmal sind es zwei Säfte von Aldi und Lidl: der naturtrübe Apfelsaft “Apfelblüte” (Aldi) und der Gemüsesaft “vitafit” (Lidl), die “teilweise erhebliche Verunreinigungen mit Isopropylthioxanthon” (duh) aufweisen. War den Herstellern laut DUH (Deutsche Umwelthilfe) auch schon seit September bekannt:
Deutsche Umwelthilfe, Pressemitteilung 23.01.2006: Druckchemikalie ITX kontaminiert Apfel- und Gemüsesäfte bei Aldi und Lidl
Macht nichts! Wir trinken das gerne! Es ist ja auch so geizbillig!
Übrigens:
taz 28.01.2006: Räumungsaktion bei Aldi und Lidl
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