06.03.2006
Kenianer spenden für Hartz-IV-Empfänger
MitarbeiterInnen eines muslimischen Krankenhauses in Kenia haben
Geld gesammelt und 300kg Kaffee/Tee für Hartz-IV-Empfänger gespendet. Ausgeteilt wird ein einem Diakonieladen in Berlin.
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Von einem deutschen Arzt aus Berlin und Pfarrer Thomas Lübke von der Evangelischen Philippus-Nathanael-Kirchengemeinde hörten die Kenianer letztes Jahr zum ersten Mal von Hartz IV. Davon, dass es auch im reichen Deutschland Armut gibt und dass Menschen für Lebensmittel anstehen müssen, damit sie sich und ihre Familien ernähren können.
Der Geschäftsführer des Krankenhauses und der Direktor beschlossen zu helfen. Sie hörten sich unter Kollegen um und überlegten sich, was sie am besten tun könnten. Seit November sei Geld gesammelt worden, sagt Lübke. Die Idee der Kenianer war, Tee und Kaffee zu spenden, etwas Wärmendes in einer Zeit, in der es in Deutschland kalt ist.
spiegel.de 06.03.2006: Kenia spendet für Deutschland
Irgendwie pervers.
Macht die KenianerInnen aber auf einen Schlag richtig sympathisch.
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Danke
Schön, dass die Kenianer weiter denken können als unsere eigenen Politiker. Möge es vielleicht daran liegen, dass diese menschen wissen was Armut bedeutet… Im Gegensatz zu vielen deutschen Politikern… Wer hat der isst.
Mir fällt nur ein:
“Wie krass!”
Es schicken uns Leute Lebensmittel aus ihrem Land, indem sie selbst verhungern!
Und wir leben in einem, in dem dumping Fleisch und andere Widerlichkeiten millionen Fach über den Tresen gehen!
Was für eine “Mad World”!!!
“mad” jederzeit, aber trotzdem ne Sache, an die wir uns vielleicht schonmal gewöhnen sollten.
Wenn wir erstmal T-Shirts für China nähen
und Foltern (und so) wegen Demokratie (usw.) komplett in BillichLänder out-gesourced iss,
Schiffe nur noch in Ungarn gebaut werden...weil
germanische Deppen einfach zu teuer sind,
wird man SCHNELL für JEDE Spende EXTREM dankbar.
(Zitat: “Unser Staat leistet VIEL,
und das KOSTET natürlich EXTREeeeMMmm"…
...auch eXTREM spendenabhängige Sozialfälle
Ja traurig, was? Früher war sowas garnicht denkbar. Unsere Politiker sollten das mal lesen. Die würden sich in Grund und Boden schämen (würde ich jedenfalls). Aber der Witz ist man darf für Auslandsspenden Geld spenden. Aber (Geld)Spenden hier an die eigenen hungernden Landsleute sind verboten und dürfen von den Empfängern nicht angenommen werden oder andernfalls vom Hartz IV abgezogen. Wir leben in einem Staat der das eigene Volk bewußt hungern und in Armutläßt und alles daran setzt dass sich daran nichts ändert. Wie lange sollen wir das noch mitmachen?
Ich hatte einmal nach langer Arbeitslosigkeit wegen Erkrankung mir selbst endlich eine Arbeitsstelle besorgt (aber nie einen Vorschlag vom Arbeitsamt bekommen). Nach einer Woche Arbeit mußte ich ins Büro des Chefs. Er hatte einen Bescheid vom Arbeitsamt bekommen, mich umgehend zu kündigen, da dieser Berufnicht mehr auf meine gesundheitlichen Auflagen (durch Beurteilung von 11 verschiedenen Ärzten)passt. Nun bin ich laut Arge und Sozi vom Arbeitsleben ausgeklmmert (eben wegen der Gesundheit). Aber Rente soll ich auch keine bekommen weil die LVA behauptet es würde doch noch gehen. Also werde ich so nun seit über 10 Jahren künstlich in der einfachen Arbeitslosigkeit mit Hartz IV gehalten. Und das mit Familie. Toll, was? Da kann man sich ja gleich aufhängen.
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