04.04.2006
Nanotechnologie - heimtückische Zwergenautomaten
Die ganz, ganz, ganz winzig molekülkleinen technischen Gerätschaften, die mit den Kenntnissen der
Nanotechnologie entwickelt werden, sind nicht nur abgefahren, sondern auch echt gefährlich.
Anzeige
Im Folgenden einige Auszüge aus Le monde diplomatique, März 2006: Zukunftstechnologie Winzigkeit, S. 12-13 - Hervorhebungen von der tagessau
Schon sind “molekülkleine Fabriken” in Planung, mit Förderbändern und Maschinenärmchen, die hunderttausendmal kleiner sind als der Durchmesser eines Haars. Die Bearbeitung von Stoffen im atomaren Bereich verspricht faszinierende Erfindungen, als könnte der Traum wahr werden, dass wir eines Tages “auf unsere Weise nachahmen, was das Leben tut”, wie der Chemienobelpreisträger Jean-Marie Lehn formulierte. [...] In die Begeisterung mischen sich Ängste, etwa wenn visionäre Wissenschaftlicher wie Eric Drexler befürchten, der Mensch könnte die Kontrolle über die sich selbst replizierenden Nanoroboter verlieren.
[...]
In wichtigen Industriesektoren wie der Elektronik- Textil-, Medizin-, Lebensmittel- oder Energiebranche hat die Nanotechnologie große technologische Sprünge ermöglicht. Bei Mercedes werden einige Motorteile bereits aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen gefertigt, die sehr viel robuster sind als Stahl - und gerade mal ein Sechstel davon wiegen. [...] Forscher [...] haben molekülkleine Motoren entwickelt.
[...]
Kein Wunder, dass die Bereitschaft, zu investieren, groß ist. 9 Milliarden US-Dollar wurden 2005 weltweit ... in die Nanoindustrie und -forschung investiert… Nach Schätzungen ... dürfte der Weltmarkt für Nanotechnologie, der 2001 bereits ein Volumen von 40 Milliarden erreichte, bis 2010 auf 1000 Milliarden Dollar anwachsen.
Die Nanotechnologie gewinnt also an Fahrt - obwohl über die gesundheitlichen Langzeitwirkungen der neuen Stoffe so gut wie nichts bekannt ist. Was passiert zum Beispiel, wenn die Kohlenstoff-Nanoröhrchen in die Atemluft gelangen oder wenn Titanoxid-Partikel als Sonnenschutz auf die Haut aufgetragen werden? Die Nanomaterialien bilden keine einheitliche Stoffgruppe, sondern unterscheiden sich nach Größe, Form, Oberflächenbeschaffenheit, chemischer Zusammensetzung und biologischer Haltbarkeit. Außerordentlich reaktionsfreudig sind sie aber alle. ...
Fachkreise befürchten daher, dass sich die extrem feinen Nanopulver überall im Körper ausbreiten können, in den Lungenbläschen ebenso wie im Blut, und sogar über die Blut-Hirn-Schranke hinweg, die normalerweise dieses lebenswichtige Organ schützt.
...
“Wir arbeiten im Schutzanzug in einem Unterdruckraum unter einer Abzugshaube”, präzisiert Pascal Pierron, Leiter der in Montpellier ansässigen Firma Nanoledge. In der Forschungsabteilung von Saint-Gobain erwägt man, die Arbeiten wegen zu hoher Risiken ganz einzustellen ...
Fließende Übergänge in Science-Fiction-Wleten
... Auf militärischer Ebene bieten Nanoinstrumente und autonome Tötungssysteme eine für manche Verteidigungsexperten verlockende Perspektive. In den USA dient fast die Hälfte der staatlichen Forschungsgelder für Nanotechnologie - 2004 rund 445 Millionen Dollar - militärischen Zwecken ... Nach Ansicht des deutschen Physikers Jürgen Altmann besteht dabei die Gefahr, dass die Mechanismen der Abschreckung nicht mehr funktionieren, Rüstingskontrolle bei unaufspürbaren Waffen nicht mehr greift und Nanoroboter mit der Fähigkeit zur Selbstreplikation ausgestattet werden können.
Le monde diplomatique, März 2006: Zukunftstechnologie Winzigkeit, S. 12-13
Anzeige
Vorsicht, Nanotechnologie ist nicht aprioi gefährlich, wir wissen noch gar nicht, was mit den Winzlingen passiert, wie sie und unsere Organe sich verhalten. Dafür wurde jetzt ein Institut geschaffen.
Nächste Schweinerei: Kommunikationsprobleme
Vorige Schweinerei: Statistiken manipulieren: So macht man Ausländer kriminell



