06.04.2008
Der erste Student, der in Deutschland Studiengebühren bezahlen musste …
… war ich. Tatsächlich habe ich mich breit gebildet und in verschiedene Fachrichtungen geschnuppert, aber der Staat hat mein breites Interesse nicht honoriert, sondern mich 1000,- DM zahlen lassen (Juli 1998).
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Ich studierte die Fächer Deutsch und Geschichte und befand mich ungefähr im 15. Hochschulsemester, als die Regelung durchgesetzt wurde - und es erwischte mich natürlich sofort, da ich die Regelstudienzeit von 9 Semestern bereits um 4 Semester überschritten hatte und folglich zahlen musste. Den Cash habe ich in Freiburg in einer Bank am Münsterplatz bar einbezahlt. Aber ich habe es irgendwie auch eingesehen.
Es gilt noch anzumerken, dass 1000 D-Mark anno 1998 für einen (Langzeit-)Studenten ein Haufen Schotter waren. Im Fahrradladen, wo ich damals gejobbt habe, bezahlte man mich mit 10 DM/Stunde, wenn ich mich recht erinnere. Die Steuerfreigrenze für Nebenbeschäftigung (heute: Minijob) lag bei 480 D-Mark. Ein billiges Fahrrad (Mountainbike 24-Gang Kettenschaltung, Namenlosmarke) kostete 300 DM, ein ziemlich ordentliches zwischen 700 und 900.
Und heute ist alles schlimmer. Vor allem muss man hier in Baden-Württemberg jedes Semester 500 Euro Studiengebühren abdrücken. Oh tempora, oh mores.
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Ja und dann kommt noch tempus fugit für das leicht flüchtige Gehirn der Prof-Docs dazu, die sich ihren Hintern für 8000.-Eu p.m. neben ihrem extra.muros-job versilbern lassen und mit poliertem Bentley vorfahren (um sich auf Staatskosten wenigstens vormittags richtig an der Uni auszupennen)
Allein diese Vorstellung sollte den Tausi wert sein
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