15.02.2006
In 50 Jahren ist’s mit dem Uran vorbei
Es gibt keine Ausreden mehr: Sogar die
deutsche Atomlobby gesteht die praktische Endlichkeit der Uranvorräte ein. Aber weitermachen wollen sie alle. Sind die verrückt geworden?
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Vergessen Sie nicht, sich an der E-Card-Aktion gegen atomfreundliche Ministerpräsidenten zu beteiligen!
Der hessischen Ministerpräsident Roland Koch möchte gerne neue Atomkraftwerke bauen, die Kernindustrie und die zugehörigen Lobbyisten durchleben wahre Kulminationen der Lust.
Das Schönste daran, wie der Spiegel vermerkt: Die Diskussion um Atomkraft ist wieder gesellschaftsfähig geworden - sowohl im militärischen wie auch im zivilen Bereich:
spiegel.de 09.02.2006: Koch entzückt Atomindustrie mit Neubauplänen
Allerdings ist inzwischen allen klar, dass die abbaubaren Uranvorräte endlich sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Greenpeace-Studie, und telepolis begründet, warum diese Studie zähneknirschend sogar von der Atomlobby als realitätsnah angesehen wird.
Die deutsche Atomlobby hat im November ein Positionspapier hervorgebracht: “Wie lange reicht das Uran?” Verzweifelt versucht man hier, unermessliche Vorräte zu suggerieren, ja, einst wird man aus Meerwasser Uran gewinnen können. Dass die Kosten utopisch sind (mehr als das Zehnfache der heutigen Abbaukosten), wird nur als ein nebensächlicher Faktor erwähnt, den die Zukunft nivellieren wird. Doch selbst unter Einbeziehung zunehmend unwirtschaftlicher Abbaumethoden wird das Uran maximal 65 Jahre reichen:
[...]
Neben den bislang dargestellten Uranressourcen in „konventionellen“ Lagerstätten sind sehr große Mengen an Uran in Phosphaten und im Meerwasser zu finden. In Phosphaten sind etwa 22 Mio. t Uran enthalten, deren Gewinnungskosten auf etwa 60–100 US$/kg geschätzt werden. Zeitweise wurde Uran als Nebenprodukt der Phosphatproduktion gewonnen. Bei heutigen Uranpreisen lohnt diese Gewinnung aber nicht. Weitere 4 Mrd. t Uran sind im Meerwasser gelöst. Hier liegen die Gewinnungskosten noch höher, nämlich in der Größenordnung von 300 US$/kg. In Zukunft könnte aber auch ein Teil der unkonventionellen Uranvorkommen wirtschaftlich relevant werden [und die Strompreise in wirklich utopische Höhen drücken, aber dadurch würde die Stromwirtschaft ja nur gewinnen].
Wie lange reicht das Uran? - Positionspapier der Atomlobby ‘Deutsches Atomforum’ (pdf)
Die profitgeilen Menschen denken entweder nichts (kann man das wirklich hochrangigen CDU-Politikern oder smarten Wirtschaftsbossen unterstellen??), oder die Situation in 67 Jahren ist ihnen vollkommen egal. Wahrscheinlich ist es das. Angenehm, von solchen Leuten regiert zu werden.
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Nun kann man sich streiten, was besser ist. Atomarer Abfall unter der Erde oder Kohlendioxid (Kohle, Gas) in der Luft. Abgesehen davon ist Uran nicht der einzige verwertbare Brennstoff, nur der guenstigste.
Kernfusion dauert noch 20-30 Jahre.
die einzige lösung lautet auf dauer: regenerative energien verwenden. da hat man so gut wie keine abfälle, weder zu land, zu wasser noch in der luft.
deshalb poste ich doch dieses zeug, weil es mir nicht in den kopf will, dass die relevanten personen das nicht verstehen ...
Ich bin mir nicht sicher, ob sie es nicht verstehen oder nicht verstehen wollen.
Wenn Kohle- und Atomkraft von jetzt auf sofort abgeschafft wird, dann kauft der gemeine Pöbel doch eh den billigen (Atom-)Strom aus Frankreich, oder noch schlimmer ausm Ostblock..
Regenerative Energien sind fantastisch, aber im Moment zu teuer.
ja, aber niemand sagt doch, morgen früh müssen alle atomkraftwerke dicht machen. es ist schon klar, dass eine gewisse umstellungszeit erforderlich ist, die sollte halt in 30-40 jahren abgeschlossen sein.
und das problem sind nicht die, die sagen, ok, dann läuft dieser oder jener reaktor halt noch bis 2016, sondern die, die sagen: wir müssen in 10 jahren neue atomkraftwerke bauen (koch)
vielleicht lassen wir mal den Pöbel in Ruhe,
der ja zunehmend gezwungen wird, sich “billig
zu orientieren” (um zu überleben, nicht um
sich spekulierend schlappzulachen)
und suchen die Ursache DA, WO MINDERHEITEN genau
DIESE SITUATION ausnutzen.
(Niemand weiß übrigens, WAS Welcher MÜLL in 20
Jahren unter der Erde oder sonstwo anstellt)
es wäre allerseits nett, bei aller Aufblähung des
angeblichen HighTecs “heute” klar auf den BILDSCHIRM zu bekommen, das DEM BEI WEITEM NICHT so IST!
In America schwappen Cyanit-Teiche von MIO m³ aus Goldraubbau über, weil die Technik “high” ist?
No, sie schwappen über, damit die “Techniker”
da mal hingucken und ETWAS VORSICHTIGER mit
ihren angeblichen Kenntnissen werden.
So hoch sind die nämlich GAR NICHT!
(Aber eine immense Menge Arroganz in Bezug auf Unfehlbarkeit zeigte sich auch schon im Mittelalter...*g*)
über Halbwertszeiten verschiedener Stoffe, braucht sich KEINER “streiten”, da die teilweise bei 100.000Jahren und EXTREMvielMEHR liegen.
Streiten wir uns lieber darüber, ob wir neue Monopole brauchen, zusätzliche Euro-Miliardäre bzw. darüber, dass SÄMTLICHER Strom heute, mindestens nur 1/4 von den faktisch berechneten
Preisen kosten dürfte.
Falscher ANSATZ, würd ich mal sagen!
Strom -ob aus Uran oder von anderswo- ist das
absurdeste Verrechnungsmodell, welches in doppelter Absurdität selbst NICHT dem Wettbewerb
unterliegt (sondern sich hartnäckig um “ähnliche”
Preise bemühen darf) und gleichzeitig noch erhöhte
Abnahme honoriert.
Das passt alles weder in die Zeit, noch in eine Diskussion um Uran oder Methode der Stromherstellung.
Herstellung von umweltgerecht-wirtschaftlichen
Voraussetzungen ist die Prämisse
außerdem, zum Thema: 4HalbwertszeitenStrahlungsMilliardäre"unter der Erde”.
Schonmal was von Erdbeben gehört?
Nächste Schweinerei: Vollbeschäftigung in Deutschland ab 2030
Vorige Schweinerei: 'ausgestrahlt'-Aktion: E-Card an Ministerpräsidenten



