15.12.2005
Die Todes-Chiller von der WASt
Der Bundesrechnungshof geht dieses Jahr mit der Bundeswehr harsch ins Gericht. Neben verschiedenen Schlampereien im dreistelligen Millionenbereich ist man vor allem über die
“Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Wehrmachtsoldaten” (WASt) verblüfft.
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Diese Behörde wurde 1951 gegründet, um den Standesämtern Sterbefälle von Wehrmachtsangehörigen zu bestätigen.
Womit sich die Dienststelle nun über 60 Jahre nach Kriegsende noch beschäftigt, ist jedoch unklar. Offenbar neigt die Behörde dazu, sich selbst Arbeit zu beschaffen. “Die Aufgaben der Dienststelle sind nirgendwo im Einzelnen festgelegt”, kritisierte Rechnungshof-Präsident Engels. Auf Anfrage des Rechnungshofes hieß es, die ursprüngliche Aufgabe sei noch nicht abgeschlossen, da die Dienststelle erst ab 1990 vorher unzugängliche Archivdaten in Osteuropa bearbeiten könne. Der Bund finanziert die “Deutsche Dienststelle” mit ihren knapp 400 Beschäftigten jedes Jahr mit rund 19 Millionen Euro.
taz 14.12.2005: Panzer verschwunden
Entsprechend trashig kommt auch die Homepage der Dienststelle daher. So ein Webauftritt lässt sich in einer halben Stunde zusammenflicken - und wahrscheinlich gibt es drei vollbeschäftigte Webmaster dafür (drei -> Skat). Das lässt sich nicht weiter eruieren, da es auf dieser Website nicht einmal - wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben - ein Impressum oder den Namen eines Ansprechpartners gibt, von einer E-Mail-Adresse ganz zu schweigen.
Leider gibt es dort keinen Bereich “Jobs” - da würde ich mich sofort bewerben ...
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